Schlagwort-Archive: Top

Horst Bienek

Straßennamen im Bornstedter Feld

Horst Bienek

Horst Bienek wird am 07.05.1930 als jüngstes von sechs Kindern in Gleiwitz (Oberschlesien) geboren. Er besucht die Volksschule. Sein Vater ist Lokomotivheizer bei der Deutschen Reichsbahn und wird früh ins „Reich“ verpflichtet. Die Mutter stirbt 1941, so dass der Elfjährige von seinen zwei älteren Schwestern erzogen wird. Nach der Besetzung Schlesiens durch russische Truppen wird er mit 15 Jahren als Demontage-Arbeiter zwangsverpflichtet und ein Jahr später nach Köthen in Anhalt umgesiedelt, wo er von Gelegenheitsarbeiten lebt und zu schreiben beginnt.

1949 wird er als Volontär bei der Tagespost in Potsdam aufgenommen. Im selben Jahr erhält er einen Anerkennungspreis für seine Prosa. Mitte 1951 veröffentlicht er Lyrik in der von Peter Huchel herausgegebenen Zeitschrift „Sinn und Form“ und wird im September in die Meisterklasse von Bertold Brecht am Berliner Ensemble aufgenommen.

Am 8. November 1951 wird Bienek wegen angeblicher Spionage und Sowjethetze vom Staatssicherheitsdienst der DDR verhaftet und nach sieben Monaten Untersuchungshaft in Potsdam durch ein sowjetisches Militärtribunal zu 20 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Bienek verbringt mehr als drei Jahre im Lager Workuta, zwischen Nord-Ural und Eismeer. Als Kohlenhauer muss er täglich zwölf Stunden unter Tage arbeiten.

1955 wird er durch eine Amnestie in die Bundesrepublik entlassen, dort wirkt er ab 1957 als literarischer Redakteur beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt am Main. Mit dem Traumbuch eines Gefangenen (1957), einer Sammlung von Gedichten und Prosa versucht er, die traumatische Haft im Archipel Gulag zu verarbeiten. 1959 bis 1961 gibt Bienek gemeinsam mit Hans Platschek die Zeitschrift „blätter und bilder“ heraus, von 1961 bis 1964 ist er der erste literarische Lektor des Deutschen Taschenbuchverlags in München und Gründer der Sonderreihe dtv.

Ab 1965 als freier Schriftsteller in Ottobrunn bei München ansässig, wird Horst Bienek zu einer der Zentralgestalten des deutschen Kulturlebens. Er ist Mitglied verschiedener Organisationen, so zum Beispiel des P.E.N., der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Bayrische Akademie der Schönen Künste in München. Reisen mit Vorträgen und Lesungen führen ihn durch Europa, Amerika und Australien. Für sein filmisches und literarisches Werk wird er vielfach ausgezeichnet,

In seinen Werken bildet lange Zeit die Erfahrung der Gefangenschaft das zentrale Thema. Den Mittelpunkt seines literarischen Schaffens bildet die Gleiwitzer Tetralogie (1975-82), in der Bienek die Erinnerung an die eigene Kindheit mit der Chronik Oberschlesiens während des Zweiten Weltkrieges verbindet, mit den Romanen Die erste Polka, Septemberlicht, Zeit ohne Glocken und Erde und Feuer. Im vierten Band lässt Bienek Schlesiens „größten“ Dichter Gerhart Hauptmann auftreten.

Horst Bienek stirbt 1990 in München und wird in Ottobrunn begraben.

1994 stellt Bieneks Schwester Edeltraut einen Rehabilitierungsantrag; Nach der Prüfung der Unterlagen stellte die russische Generalstaatsanwaltschaft fest, dass Horst Bienek ohne Grund und aus politischen Motiven verurteilt worden war und postum rehabilitiert wird.

Quellenverzeichnis

Horst Bieneck:
https://www.literaturportal-bayern.de/autorenlexikon?task=lpbauthor.default&pnd=118510754 17.6.2021
Horst Bieneck:
https://www.munzinger.de/search/go/document.jsp?id=00000008259 17..6.2021
Titelbild Horst Bienek:
https://de.wikipedia.org/wiki/Horst_Bienek 17.6.2021

Petra Schaefer

Straßennamen im Bornstedter Feld
A B #Bartholomäus-Neumann #Bonner #Bornstedter Feld C #Carl-Christian-Horvat D E #Erich-Arndt #Esplanade F G #Georg-Hermann #Gertrud-Feiertag H #Hans-Paasche #Herman-Kasack #Horst Bieneck I J #Jacob-von-Gundling #Jochen-Klepper K #Kiepenheuer L M N O P #Peter-Huchel Q R #Reinhold-Schneider S T U V #Volkspark W XYZ

Potsdamer Bürger-Budget 2021

Worum geht es ?

Das Bürger-Budget Potsdam ist ein neues Instrument, um den Einwohner*innen Potsdams die Möglichkeit zu geben, die eigenen Stadtteile mit kleineren Projekten lebenswerter zu gestalten.

Potsdam besteht aus sechs definierten Sozialräumen. Für jeden Sozialraum stehen insgesamt 18.000 € für kleine Projekte zur Verfügung.

Den Sozialraum II teilen sich die Ortsteile Bornstedt, Bornim, Nedlitz, Eiche, Golm und Grube. Für diesen Sozialraum hat sich die Stadtteillarbeit Bornstedt für die Verwaltung des Budgets beworben und koordiniert nun den Prozess für diese Ortsteile.

Projektideen

Wenn Sie eine Idee für ein solches kleines Projekt haben, dann schicken Sie es bitte an stadtteilarbeitbornstedt@gmail.com. Bitte beachten Sie die Hinweise auf dem Infoblatt weiter unten.

Jury

Damit alle Projekte aus den verschiedenen Ortsteilen gleiche Chancen haben, stellen wir eine Jury zusammen. Diese soll aus drei Vertreter*innen des jeweiligen Ortsteils bestehen.

Falls Sie Interesse an der Teilnahme an der Jury haben, melden Sie sich bitte unter stadtteilarbeitbornstedt@gmail.com. Genaueres können Sie dem Infoblatt weiter unten entnehmen.

Weitere Informationen zum Bürger-Budget finden sie auch hier: www.Potsdam.de/Bürger-Budget

Koordination und Kontakt

stadtteilarbeitbornstedt@gmail.com

www.Potsdam-Bornstedt.de

0176 32 41 06 73

Zum Herunterladen auf das Bild klicken
Zum Herunterladen auf das Bild klicken

Der Stadtteilladen im Exil

Aufgrund eines Wasserschadens im Gebäude muss der Stadtteilladen ab dem 1.4.2021 ins Exil! Mit tatkräftiger Unterstützung unser Vermieter*in, der GeWoBa, haben wir jedoch schnell und unkompliziert ein Übergangsdomizil in der Georg-Hermann-Allee 39 b gefunden, wo wir ab dem 7.4. vor Ort sein werden. Wir freuen uns, wenn der Eine oder die Andere dort mal vorbeischaut, sofern die Eindämmungsverodnung dass denn zulässt.

Daher sind die Pforten des Stadtteilladens in der Georg-Hermann-Allee 27 ab 1.4. bis mindestens 31.5. 2021 geschlossen. Wann und inwieweit wir in der Georg-Hermann-Allee 39 b wieder öffnen können, hängt hauptsächlich von der Entwicklung des Infektionsgeschehens ab. Auf jeden Fall werden wir 12.4. digitale Sprechzeiten über Zoom anbieten. Sie erreichen uns weiterhin über Email und Telefon. Über alles Weitere halten wir sie auf dem Laufenden, soweit wir mehr wissen.

Unser vorübergehendes Domzil in der Georg-Hermann-Allee 39b

Interview (2)

Claudia Leihener, Yogalehrerin in Potsdam Bornstedt

Seit wann sind Sie Bornstedter*in?
Seit 2016.

Was tun Sie im Stadtteil Bornstedt (ich wohne/ich habe ein Unternehmen …)
Ich wohne und arbeite hier. Ich bin Inhaberin des Yoga Gold Studios in der Georg-Hermann-Allee 30.

Beschreiben Sie bitte Ihr Unternehmen.
Im Yoga Gold Studio biete ich offene Yogakurse (zur Zeit online), private Yogastunden,Yoga Workshops, Business Yoga sowie ganzheitliche Ernährungsberatung an.

Warum haben Sie sich für diesen Stadtteil entschieden?
Bornstedt ist einfach lebens- und liebenswert.

Womit überzeugt der Stadtteil?
Der Stadtteil überzeugt durch seine Familienfreundlichkeit, den Blick ins Grüne und das große Potential, welches noch in ihm steckt. Ich bin überzeugt davon, dass sich nach und nach immer mehr Potsdamer Unternehmer*innen hier ansiedeln werden um den Stadtteil zu beleben und ihn zu einem neuen Potsdamer Zentrum zu machen.

Was fehlt Ihnen bzw. was gefällt Ihnen nicht im Stadtteil?Was würden Sie gern verbessern?
Es fehlen noch einige Infrastruktur-Bausteine wie bspw. Restaurants, Cafés und und individuelle Geschäfte um das Bornstedter Stadtbild zu vervollständigen. Viele Bornstedter*innen sind auf der Suche nach Treffpunkten um gemeinsam Zeit zu verbringen. Daher war es mir auch ein wichtiges Anliegen eine Lounge Ecke in meinem Yogastudio einzurichten, in der man nach den Yogastunden noch gemütlich beisammensitzen und Tee trinken kann.

Kennen Sie Ihre Nachbarschaft? Würden Sie sie als „lebendig“ beschreiben? Haben Sie regelmäßig privaten Kontakt mit Ihren Nachbarn?
Diese Frage kann ich ganz klar mit JA beantworten. Ich bin recht gut vernetzt und freue mich über immer mehr bekannte Gesichter auf meinen Wegen durch die Nachbarschaft. Mit meinen direkten Nachbarn habe ich engen Kontakt. Wir sind sehr gut befreundet. Dazu kommt natürlich, dass man mit Kita-Kind, Hund und als Yogastudio Inhaberin immer neue Bekanntschaften auf verschiedenen Ebenen macht. Das genieße ich sehr und freue mich immer über die Offenheit und Kontaktfreude der Bornstedter*innen.

Wie hat „Corona“ Ihr Lebensgefühl/Ihre Pläne verändert?
Corona hat meinen Lebenstraum auf die Probe gestellt. Nach einigen Jahren als Yogalehrerin habe ich mir in 2020 den Traum des eigenen Yogastudios in Potsdam erfüllt. Das Studio wurde nach meinen Wünschen errichtet und die Schlüsselübergabe erfolgte am 31.10.2020 – einen Tag vor dem erneuten Lockdown. Einmal aufgeschlossen und dann hieß es wieder zuschließen. Ich fiel durch alle Raster der staatlichen Hilfen. Das war bitter. Der Winter war eine harte Zeit, sowohl finanziell als auch mental. Dennoch habe ich beschlossen für meinen Traum weiter zu kämpfen und glaube fest daran, dass 2021 vieles besser wird. Der Rückhalt meiner Familie und die Unterstützung vieler Bornstedter Yogis geben mir Hoffnung und Kraft.

Was möchten Sie als Erstes tun, wenn „Corona“ vorbei ist?
Da gibt es so viele Dinge, aber vor allem möchte ich wieder die Unbeschwertheit genießen. Sorgenfreier leben, mit meiner Familie essen gehen, mein Yogastudio öffnen, Freunde umarmen, reisen …

Haben Sie schon einmal vom Stadtteiladen Bornstedt gehört? In welchem Zusammenhang?
Der Stadtteilladen Bornstedt ist mir seit seiner Eröffnung ans Herz gewachsen. Vor Corona war ich dort auch aktiv dabei und habe Yogakurse angeboten. Es war eine tolle Zeit und so schön zu beobachten wie das Kursangebot immer vielfältiger wurde und die unterschiedlichsten Menschen die Angebote genutzt haben.

Kennen Sie die Verleihen-Initiative des Stadtteilladens?
Ja, das ist eine super Sache!.

Zu guter Letzt: was würden Sie Ihren Mitmenschen im Stadtteil (und darüber hinaus) gern noch mitteilen?
Ich bin überzeugt davon, dass diese Pandemie und die Zeit des Verzichts auch etwas Gutes hatten. Wir haben uns wieder mehr auf die wichtigen Dinge besinnen können. Die Gesundheit als höchstes Gut betrachten, mehr miteinander als gegeneinander leben und die Bedeutung des persönlichen sozialen Netzwerks für das Seelenwohl erkennen. Ich würde mir sehr wünschen, dass uns das auch “post Corona” erhalten  und das Miteinander spürbar bleibt.

Freie evangelische Gemeinde

Die Freie evangelische Gemeinde, ganz in unserer Nähe hier im Bornstedter Feld, startet nun wieder mit Präsenzgottesdiensten. Wie gewohnt um 10.30 Uhr im Gemeindezentrum der Adventgemeinde in der August-Bonness-Straße 1.
Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl wird um Anmeldung gebeten unter:
 johannes.schumacher@feg.de oder unter: 0152 034 83 206
Siehe auch unter https://potsdam.feg.de/

Am 28. Februar 2021 fand der erste Präsensgottesdienst (Bild) statt.

CHRISTEN IN POTSDAM

Was gibt es eigentlich in Potsdam für christliche Gemeinden? Hier können Sie es herausfinden:
https://christen-in-potsdam.de

Bornstedt Verleiht!

Wer kennt das nicht? Viele Geräte und Dinge verstauben in Schränken, Dachböden und Kellern, und werden nur alle Jubeljahre gebraucht. Und wenn dann doch mal ein Projekt ansteht, wird festgestellt, dass ein anderes Gerät fehlt. Teuer neukaufen? Nebenan.de? Oder mal etwas anderes versuchen?

Nachbarschaft lebt auch immer davon, sich gegenseitig zu helfen. Und was ist einfacher, als sich mit Dingen auszuhelfen, die man sowieso hat, die aber die meiste Zeit im Jahr einfach ungenutzt rumliegen? Aber: woher weiß der/die Nachbar*in denn, ob ich einen Akkuschrauber, einen Vertikutierer oder ein Raclette habe? Na zum Beispiel, in dem ich dies auf einen oder mehreren unserer neuen Aufkleber schreibe, und diese Aufkleber für die Nachbar*innen sichtbar an die Tür oder den Briefkasten klebe! Das schafft nicht nur ein nachbarschaftliches Kennenlernen, sondern ist auch ökologisch nachhaltig, spart Ressourcen und schont den Geldbeutel. Also ein kleiner Schritt in Richtung besserer Welt 😉

Sie können ganz einfach bei unserer Aktion „Bornstedt verleiht!“ mitmachen und Ihren Nachbar*innen bekannt geben, was sie verleihen möchten. Die Aufkleber können im Stadtteilladen kostenlos oder gegen eine kleine Spende abgeholt werden. Zur Zeit der Schließung über den Jahreswechsel oder wegen des Pandemiegeschehens liefern wir die Aufkleber auch gern zu Ihnen nach Hause.