Erich Mendelsohn (21.März 1887 in Allenstein – 15. September 1953 in San Francisco)
Nach der Ausbildung und dem Studium in Berlin und München arbeitete er
von 1912 bis 1914 als freier Architekt in München.
Nach seiner Rückkehr aus dem ersten Weltkrieg Ende 1918 gründete er sein eigenes Büro in Berlin. Mendelsohn erhielt Bauaufträge, die ihm zu Bekanntheit verhalfen, so durch den Bau der Hutfabrik Friedrich Steinberg, Herrmann &Co in Luckenwalde und die Realisierung des Einsteinturms auf dem Telegrafenberg.
Am bekanntesten sind seine Werke der 1920er Jahre, die sich der expressionistischen und organischen Architektur zuordnen lassen wie das Mossehaus in Berlin.
Sein Büro wuchs, in den besten Jahren beschäftigte er bis zu vierzig Mitarbeiter. Mendelsohn konnte seinen beruflichen Erfolg auch finanziell umsetzen. 1928 wurde der Bauantrag für sein Haus Am Rupenhorn auf einem fast 3600 m² großen Grundstück eingereicht, das die Familie zwei Jahre später bezog.
1933 emigrierte er nach England
Sein Vermögen wurde später von den Nationalsozialisten beschlagnahmt, er wurde aus dem Deutschen Werkbund ausgeschlossen und aus der Preußischen Akademie der Künste.
Ab 1934 plante eine Reihe von Projekten in Palästina. 1935 eröffnete er ein Büro in Jerusalem. In dieser Zeit entstanden Ikonen des internationalen Stils in Palästina, vor allem in Jerusalem: Die Villa Schocken (für den Kaufhausbesitzer und Verleger Salman Schocken, für den er bereits in Deutschland eine Reihe von Kaufhäusern projektiert hatte), die Schocken-Bibliothek, sein Atelier in einer umgebauten Windmühle. Nachdem er sein Londoner Büro bereits aufgelöst hatte, nahm er 1938 die britische Staatsbürgerschaft an und änderte seinen Vornamen in Eric.
Von 1941 bis 1953 lebte Mendelsohn in den USA. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs musste er sich dort auf Vorträge und Publikationen beschränken, da er nicht über die US-amerikanische Staatsbürgerschaft verfügte. Dennoch war er in dieser Zeit beratend für die US-Regierung tätig. Unter seiner Anleitung entstand 1943 auf dem Testgelände Dugway Proving Ground in Utah das sogenannte Deutsche Dorf, ein realistischer Nachbau Berliner Mietskasernen. Hier wurden verschiedene Spreng- und Brandbomben in ihrer Wirkung auf die besondere Bauform getestet.
1945 ließ er sich in San Francisco nieder. Danach realisierte er noch einige Projekte, im Wesentlichen für verschiedene jüdische Gemeinden.
1953 starb Mendelsohn an Krebs.
LeMO Biografie – Erich Mendelsohn
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Erich Mendelsohn – Wikipedia
