Paul Emil Engelhard
( 27.07.1868 in Münster, † 29. 09.1911 in Berlin-Johannisthal) war ein deutscher Flugpionier.
Seine Eltern waren der preußische Generalmajor Emil Engelhard (1829–1885) und dessen Ehefrau Amalie, geborene Keller (1842–1914).
Paul Engelhard absolvierte 1886 das Gymnasium, entschied sich für eine Karriere als Marineoffizier in der Kaiserlichen Marine und stieg dort zum Kapitänleutnant auf.
Im Jahr 1904 trat er aus dem aktiven Dienst aus. Danach arbeitete er in Bremen als Inspektor des Deutschen Schulschiffer Vereins.
Auf Vereinbarung mit der Motorluftschiff-Studiengesellschaft gehörte er mit Robert Thielen zu den ersten Flugschülern Orville Wrights auf dem Bornstedter Feld.
Am 15.03.1910 konnte er mit seinem Flugzeug über 30 Minuten in 10-15m Höhe in St.Moritz bleiben.
Er erwarb er die Flugzeugführererlaubnis Nr. 3 des Deutschen Luftschiffer-Verbandes und wurde Chefpilot der Wright-Gesellschaft auf dem Flugplatz Johannisthal.
Am 14. Mai 1910 stürzte Engelhard bei einem Wettkampf in Johannisthal zusammen mit Thelen, Emile Jannin und dem Dänen Knud Thorup (1886–1942) ab und wurde als Einziger schwer verletzt.
Am 29. September 1911 stürzte er bei der Berliner Flugwoche 1911 mit einem Doppeldecker (Baby Wright) über dem Flugplatz Johannisthal erneut ab und erlitt tödliche Verletzungen.
Engelhard wurde in Bremen beigesetzt.
LeMO Bestand – Objekt – Flugpionier Paul Engelhard im Flugzeug über Johannisthal, 1910
